
Angela Postweiler | Sopran
Sarah Fuhs | Mezzosopran
André Pérez Muíño | Alt
Stephan Gähler | Tenor
Jonty Coy | Bass
Amanda Markwick | Renaissance-Traversflöte
Magnus Andersson | Theorbe

Luci serene e chiare zeichnet die Entwicklung des italienischen Madrigals von seinen frühesten Anfängen bis zum Beginn des Barock nach. Das Programm eröffnet mit Petrarcas „O passi sparsi“ in der Vertonung von Sebastiano Festa, dessen vierstimmiger Satz noch an die Frottola erinnert und zugleich eine neue Sensibilität für den poetischen Ausdruck erkennen lässt. Madrigale von Philippe Verdelot und Jacques Arcadelt vertiefen diese Intimität und geben Zärtlichkeit und persönlicher Empfindung eine Stimme.
Mit Maddalena Casulana und Giovanni Pierluigi da Palestrina gewinnt das fünfstimmige Madrigal an Farbe, rhetorischer Tiefe und Raffinesse; Casulana ragt dabei durch ihre kühne Erfindungskraft und ihre historische Bedeutung als erste Frau hervor, die ein Musikbuch unter eigenem Namen veröffentlichte. Neu komponierte Diminutionen für Renaissance-Traversflöte von Amanda Markwick würdigen Casulanas mutigen Geist, indem sie improvisatorische Linien zwischen Stimmen und Laute verweben.
Die Reise kulminiert in den Madrigalen von Claudio Monteverdi und Barbara Strozzi, in denen der Text zur dramatischen Kraft wird und das Madrigal seine volle Ausdrucksfreiheit erreicht – ein Lichtstrahl auf ein Jahrhundert, in dem die Poesie die musikalische Fantasie entfachte.